... bis meine Seele an mich schrieb

Verlag ViaNova, 2003

Geänderte Neuauflage 2021

Ines, erfolgreiche EDV-Beraterin, ist von ihrer Freundin Elna zu einem Schreibseminar überredet worden. Ihr steht ein Wochenende unter Leuten bevor, die an Horoskope glauben und zum Trommeln in die Toskana fahren. Doch die warm-herzige Art des Seminarleiters und die gute Stimmung in der Gruppe locken sie aus der Beobachterrolle. Zu ihrem eigenen Erstaunen schreibt sie einen Text, der wie eine Nachricht von ihr selbst als Kind an ihr Erwachsenen-Ich ist. Weitere Geschichten fliegen ihr zu und lassen sie sich selbst und ihre nächsten Menschen neu sehen und verstehen. Das Schreiben wird wie ein Gespräch mit einer weisen inneren Stimme. Und obendrein ist die Freundin Elna, ob sie krank oder weit weg ist, stets an ihrer Seite. Ines beginnt zu meditieren, lernt Familienaufstellungen und körperorientierte Psychotherapie kennen und erfährt, dass verdrängter Schmerz, wird er liebevoll angenommen, sich in Freude und Lebendigkeit verwandeln kann. Mutig bringt sie Licht auch in tiefes Dunkel. Nur das um ihre Tochter Cleo kann sie nicht anrühren.
Vergangenheitsbewältigung, ein sensibles Thema, unterhaltsam aufbereitet. Ist die Vergangenheit nicht aufgeräumt, kann man die Gegenwart nicht leben, wie man es möchte. Sehr emotional und lebendig geschrieben. Man ist ganz und gar im Geschehen. Die Schriftstellerin hat mit ihrem Erstlingswerk eine hohe Hürde mit Bravour gemeistert. Bin begeistert.
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© 2018  Christa Eckert